Die Insel La Réunion in zwei Wochen

Die Insel La Réunion - Reiseplanung:

Für die Reise auf die Insel La Réunion im indischen Ozean waren insgesamt zwei Wochen geplant. Die zu Frankreich gehörende Insel La Réunion ist über Paris per Flugzeug zu erreichen.

La Réunion ist in drei große Talkessel unterteilt. Den Cirque de Salazie, den Cirque de Cilaos und den Cirque de Mafate. Auf Grund der geografischen Gegebenheiten empfiehlt es sich, mehrere Standorte für die Unterkünfte zu wählen. Dies reduziert die Fahrzeiten deutlich und man kann mehr von der Insel erleben.

Die Insel La Réunion - Die Unterkünfte:

Zwei Dodos mit Musikinstrumenten stehen vor einem Wasserfall, umgeben von üppigem Grün und einer bunten Bierflasche.

Wahrzeichen La Réunions ist der Dodo. Obwohl der Vogel längst ausgestorben ist, ist er auf der Insel nach wie vor allgegenwärtig. Restaurants, Getränke und Hotels nutzen den Dodo als Maskottchen.

Ausgangspunkt meiner Rundreise über die Insel war das Hôtel L'Ecrin in Bourg Murat, oberhalb des Ortes La Plaine des Cafres. Zweiter Standort war die Unterkunft Gite des Agrumes in Hell-Bourg. Dritte Unterkunft war die Ferienwohnung "Apart" in Saint-Gilles-Les-Bains und zuletzt das Hotel Le Cilaos in Cilaos.

Für Hilfe bei der Reisevorbereitung und Unterstützung bei Buchungen oder Reservierung gibt es eine sehr nützliche Homepage. Auf dieser finden sich zahlreiche, empfehlenswerte Unterkünfte, Tipps und aktuelle Informationen rund um die Insel.

Die beste Reisezeit ist von September bis November, La Réunion eignet sich hervorragend, den mitteleuropäischen Sommer in den Herbst hinein zu verlängern.

Die Insel La Réunion - Anreise:

Wer die Insel La Réunion besuchen möchte, kann die Insel entweder mit Air France oder Air Austral von Paris aus direkt oder Air Mauritius über Mauritius erreichen.

Wegen des günstigeren Tarifs bin ich von München nach Paris Charles de Gaulle geflogen. Von dort mit Air Mauritius und Zwischenstopp auf Mauritius weiter nach La Réunion. Leider gibt es nur wenige Verbindungen, was die Anreise relativ aufwendig macht.

Besonders zu beachten ist, dass je nach Route ein Flughafenwechsel von Paris Charles de Gaulle zum Flughafen Paris Orly nötig wird. Das ist sowohl umständlich, als auch zeitintensiv und sollte vermieden werden.

Für den Aufenthalt auf La Reunion habe ich zudem einen Mietwagen mit Abholung und Rückgabe am Flughafen gebucht.

Ein Flugzeug von Air Mauritius steht am Gate eines Flughafens, umgeben von Bodenfahrzeugen unter bewölktem Himmel.

Die Ankunft auf der Insel La Réunion und Fahrt nach Bourg Murat:

Nach Ankunft am Flughafen in Saint-Denis und Abholung des Mietwagens stand eine gut einstündige Fahrt nach Bourg Murat an. Hier war die erste Unterkunft, das Hôtel L'Ecrin, mit guter Lage zum nahegelegenen Vulkan Piton de la Fournaise reserviert.

Das Hotel liegt direkt an der Hauptstraße, der vorbeifahrende Verkehr stört die Ruhe dennoch nicht.

Zwei Häuser mit blauen Satteldächern, umgeben von grünen Sträuchern und einem gepflasterten Weg, unter einem bewölkten Himmel.
Eine leuchtend rote Blüte mit spitzen Blütenblättern und grünen Knospen vor einem unscharfen, grünen Hintergrund.

Die kleinen Bungalows des Hotels sind großflächig in einem schön angelegten, tropischen Garten verteilt der nach Ankunft am Nachmittag, bei schönem Wetter zum Entspannen einlädt.

Leuchtend rote Blüten mit feinen, langen Staubfäden und einer Biene, die auf einer Blüte sitzt, umgeben von grünen Blättern.
Ein üppiges Blumenarrangement mit roten Heliconien und tropischem Grün steht vor einem Restaurant mit Speisekarte an der Holzwand.
Vibrante lila Blüten mit feinen weißen Details und grünen Blättern vor unscharfem, natürlichem Hintergrund.

Im Hotelgarten sind die unterschiedlichsten tropischen Blumen und Sträucher zu finden. Das Hotel bietet ebenfalls ein eigenes, jedoch relativ einfaches Restaurant. Wer es etwas besser möchte und Spezialitäten der kreolischen Küche probieren will, wird in der Ortschaft La Plain des Cafres fündig.

Dramatische dunkle Rauch- und Wolkenschwaden ziehen bei Sonnenuntergang über eine Landschaft, durchzogen von warmem Abendlicht.
Ein farbenfroher Sonnenuntergang über einer bewaldeten Landschaft, beleuchtet von Straßenlaternen und umgeben von Nebel.

Am Abend gab es vom Hotelgarten aus einen faszinierenden Sonnenuntergang bei toller Wolkenstimmung zu beobachten. Für den nächsten Tag war ein Ausflug zum Vulkan Piton de La Fournaise geplant.

Fahrt nach Saint Pierre:

Leider begann der Morgen verregnet und der Wetterbericht versprach keine Besserung. Der Piton de la Fournaise war in den Wolken verschwunden und nicht zu sehen. An eine Wanderung war bei dieser Witterung nicht zu denken. Die vielleicht bessere Alternative, in Richtung Saint Pierre ans Meer zu fahren.

Eine kräftige Welle bricht schäumend an einer schwarzen Lavaküste mit türkisfarbenem Wasser im Hintergrund.
Dynamische Wellen brechen an einem ruhigen Strand, während der Himmel in sanften Grautönen leuchtet.

Auch am Meer peitschte der Wind und es regnete nahezu pausenlos und mitunter stark. Der Strand und der Ort Saint Pierre waren wolkenverhangen und es machte wenig Spaß, sich länger im Freien aufzuhalten.

Ein großer Baum mit dichten, grünen Blättern steht am Strand, während sanfte Wellen im Hintergrund an die Küste plätschern.
Eine historische, gelb-weiße Stadtverwaltung mit einem Uhrturm, umgeben von Palmen und bunten Blumen, unter bewölktem Himmel.

Den Nachmittag verbrachte ich mit Kaffee trinken und dem Vorbereiten der nächsten Tage. Gegen Abend ging es wieder zurück zur Unterkunft in Bourg Murat. Hoffentlich bessert sich das Wetter über Nacht und der nächste Tag wird schöner...

Abstieg nach Grand Bassin:

Der folgende Morgen begann vielversprechender. Richtung des Vulkans Piton de la Fournaise hingen noch dicke Wolken, deshalb war der Abstieg nach Grand Bassin die bessere Wahl an diesem Tag.

Grüne, steile Berghänge mit Wolken am Himmel und einem schmalen Felsspalt in der Mitte prägen die beeindruckende Landschaft.
Violette Blüten mit langen, stacheligen Staubgefäßen umgeben von grünen Blättern und einigen Farnen im Hintergrund.
Ein schmaler Wanderpfad schlängelt sich durch dichten, moosbewachsenen Wald mit knorrigen Bäumen.

Vom Parkplatz am Aussichtspunkt Belvédère führt der teils steile Abstieg über 680 Höhenmeter hinunter zum Örtchen Grand Bassin. Der Weg verläuft dabei durch tropisches Gewächs hinunter ins Tal.

Üppige grüne Berge unter einem strahlend blauen Himmel mit weißen Wolken und vereinzelten Pflanzen im Vordergrund.
Ein Wanderer steht auf einem schmalen Pfad, umgeben von grünen Pflanzen und Bäumen unter einem klaren blauen Himmel.

Immer wieder hat man grandiose Ausblicke hinunter in den Talkessel und auf die Wasserfälle im Weiler, nahe des Örtchens Grand Bassin. Der Pfad ist teils steil und sandig, festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind hier zwingend notwendig.

Eine beeindruckende Landschaft mit einem Wasserfall, der in einen klaren, blauen Pool stürzt, umgeben von üppigem Grün und Felsen.
Eine Hängebrücke aus Metall führt durch üppige tropische Vegetation zu einer kleinen Hüttensiedlung im Talkessel.

Die letzten Meter bis zu den Häuschen führen über eine Brücke. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf das Wasserbecken, das die Wanderer zu einer kühlen Erfrischung einlädt, bevor es im Anschluss den Aufstieg zu bewältigen gilt.

Ein rustikales Holzgebäude mit bunten Blumen in verschiedenen Töpfen vor üppiger, grüner Vegetation und Palmen.
Ein kleiner Vogel mit braunem und weißem Gefieder sitzt auf einem Ast, umgeben von dichten, grünen Blättern im Wald.

Das Örtchen Grand Bassin selbst bietet ebenfalls Gelegenheit zum Verweilen. Hier kann man gut Brotzeit machen vor man sich auf den Rückweg begibt. Häufig wird man von den neugierigen, kleinen Vögeln beobachtet, welche die Wanderer gerne begleiten.

Ein malerischer Wasserfall stürzt in einen klaren, blauen Pool, umgeben von üppigem, grünem Pflanzenwuchs und Felsen.

Ein paradiesisches Plätzchen - Das vom Quellwasser der Berge gefüllte Wasserbecken in der Nähe von Grand Bassin.

Gîte de Bélouve & Forêt de Bélouve:

Eigentlich war für diesen Tag endlich der Ausflug zum Piton de la Fournaise geplant, doch das Wetter wollte nicht so recht mitspielen. Es regnet in Strömen und die Fahrt zum Vulkan macht keinen Sinn.

Ein großes, grünes Haus mit einem steilen Dach steht umgeben von üppigem Gras und Palmen unter einem bewölkten Himmel.
Ein leuchtend roter Vogel sitzt auf einem Holzpfosten vor einem Hintergrund aus blühenden, weißen Sträuchern.

Stattdessen ging es in Richtung der Berghütte Gîte de Bélouve, die auch Ausgangspunkt einer Wanderung in den Forêt de Bélouve, einen märchenhaften Regenwald, ist. Hier kann man gut einkehren, Brotzeit machen, Kaffee trinken oder einfach auf Wetterbesserung warten.

Üppige grüne Pflanzen mit großen Blättern und weißen Blüten umgeben einen Baumstamm in einem dichten, feuchten Wald.
Ein schmaler Holzsteg führt durch üppigen, grünen Regenwald mit verschiedenen Farnen und dichtem Blattwerk unter bewölktem Himmel.

Leider wollte auch heute das Wetter nicht wirklich besser werden. Trotzdem startete ich am Nachmittag die Wanderung in den Forêt de Bélouve, einen herrlichen tropischen Wald. Auf Grund des starken Regens kehrte ich jedoch nach einigen hundert Metern wieder um.

Fahrt nach Hell-Bourg & Ankunft in der Unterkunft Gite des Agrumes:

Ein nebliger Garten mit bunten Blumen, einem roten Pavillon und üppigem Grün, umgeben von hohen Bäumen.
In nebliger Atmosphäre stehen zwei holzverkleidete Hütten umgeben von bunten Blumen und tropischem Grün.

Am Spätnachmittag war es Zeit, zur zweiten Unterkunft nach Hell-Bourg aufzubrechen. Obwohl die Berghütte Gîte de Bélouve und der Forêt de Bélouve in der Nähe von Hell-Bourg liegen, führt der Weg mit dem Auto nur außen herum über Bras-Panon und Saint-André. Bei Ankunft in Hell-Bourg regnete es nach wie vor.

Bunte Blumenbeete umrahmen einen schmalen Weg, der zu charmanten Holzhäusern vor einer bergigen Kulisse führt.
Ein kreolisches Holzhaus mit rotem Dach steht inmitten eines blühenden Gartens mit Brunnen, im Hintergrund ein bewaldeter Berg.

Die Unterkunft, Gite des Agrumes, liegt in einem herrlichen tropischen Garten. Das Abendessen, zu dem man sich im Vorfeld anmelden muss, wird von den Besitzern liebevoll zubereitet und ist eine absolute Empfehlung.

Vom Parkplatz am Col des Boeufs über die Plaine des Tamarins nach Marla:

Am kommenden Tag war es zwar wolkenverhangen, aber es regnete nicht. Für heute war eine Wanderung vom Col des Boeufs in Richtung Marla geplant.

Ein kleiner Vogel mit schwarz-weißem Gefieder sitzt auf einem moosbewachsenen Stein zwischen Gräsern.
Dichte, grüne Vegetation mit verschiedenen Sträuchern und Bäumen unter einem bewölkten Himmel, umgeben von leichtem Nebel.
Dichte, grüne Vegetation mit verschiedenen Baumarten und Farnen unter einem bewölkten Himmel.

Der Col des Boeufs ist für Wanderer der einfachste Weg, um in den Talkessel Mafate zu gelangen. Die Wanderung ist ein leichter Abstieg durch von Sträuchern und Bäumen bewachsenes Gelände. Bisweilen sind auch Weideflächen zu durchqueren.

Dichte, moosbewachsene Bäume umgeben einen schmalen Pfad, während das Licht durch das dichte Blätterdach bricht.
Ein junges, hellbraunes Kalb liegt entspannt im Gras zwischen Steinen und trockenen Grasbüscheln.

Auf dem Abstieg nach Marla begegnet man gelegentlich Rindern, die hier zwischen dem kargen Buschbewuchs weiden.

Blick über ein grünes Bergtal mit schroffen, wolkenverhangenen Gipfeln im Talkessel von La Réunion.
Grüne Hügel und schroffe Berge unter einem bewölkten Himmel, mit vereinzelten Häusern in der Ferne.

Unterwegs bieten sich herrliche Ausblicke in den Talkessel Mafate und die kleinen Siedlungen. Leider wurde am frühen Nachmittag das Wetter wieder schlechter und die Wanderung musste vor Marla abgebrochen werden. Auf halbem Rückweg fing es an, in Strömen zu Regnen und wir erreichten völlig durchnässt den Parkplatz.

Wanderung um den Chemin du Grand Sable:

Heute war endlich ein sonniger Tag. Perfekt, um nach dem Frühstück nahe der Unterkunft loszuwandern. Von Hell-Bourg aus führt ein Rundweg um den Chemin du Grand Sable.

Eine schmale Hängebrücke aus Metall schwingt über eine felsige Schlucht, umgeben von üppigem Grün und strahlendem Sonnenlicht.
Ein Mann mit Rucksack steht auf einer Hängebrücke, umgeben von üppigem, grünem Pflanzenbewuchs und hellem Sonnenlicht.
Mehrere leuchtend violette Prunkwinden-Blüten blühen zwischen grünen Blättern im Sonnenlicht.

Von einem kleinen Wanderparkplatz (befindet sich nach der kleinen Ortschaft Ilet à Vidot) führt der Weg hinab über eine stählerne Brücke, hinein in den Wald. Immer wieder findet man farbenprächtige Blumen, die den Wegrand schmücken.

Mehrere kreolische Bungalows mit roten Dächern stehen in einem üppig grünen Garten mit Baumfarnen.
Kreolische Bungalows mit roten Dächern reihen sich an einem gepflasterten Weg, im Hintergrund ein nebelverhangener Berg.

Nach der Wanderung war noch Zeit, im Garten der Unterkunft das tropische Flair zu genießen und zu entspannen. Am nächsten Tag war es Zeit, die Unterkunft zu wechseln und nach Saint-Gilles-Les-Bains zu fahren.

Fahrt von Hell-Bourg nach Saint-Gilles-Les-Bains:

Die Fahrt von Hell-Bourg nach Saint-Gilles-Les-Bains führte um den Südteil der Insel. An der Straße, am Meer entlang, gibt es des Öfteren sehenswerte Plätzchen für einen lohnenden Zwischenstopp.

Tropische Küstenlandschaft mit klarem, blauem Wasser, sanften Wellen, üppigem Grün auf dem Hang und grauen Steinen am Ufer.
Ein muskulöser Mann in schwarzem Badeanzug steht zwischen großen, dunklen Felsen im seichten Wasser und hantiert mit einem Tablett.

Ab und an finden sich kleine Buchten teils steinig, teils mit schönen Sandstränden, an denen die Einheimischen fischen oder ein Picknick genießen.

Dunkle Lavagesteine bilden den Vordergrund, während grüne Vegetation und bewölkter Himmel im Hintergrund zu sehen sind.

Im Südwesten der Insel, zwischen Piton Sainte-Rose und Saint-Philippe quert man die Lavafelder des Piton de la Fournaise. Das Foto zeigt den noch heißen, aktiven Lavastrom der aktuellen Eruption.

Dramatische Küstenlandschaft mit schroffen Felsen, Wellen, die gegen die Klippen schlagen, und tropischem Grün im Hintergrund.

Ebenfalls im Süden der Insel findet sich die von Lava geformte Steilküste, das Cap Méchant. Hier kann man das Wilde La Réunion erleben.

Helle Boote liegen im ruhigen Hafen, umgeben von bunten Gebäuden und Palmen bei einem sanften Sonnenuntergang.
Hafen mit beleuchteten Booten und einer ruhigen Wasseroberfläche, umgeben von Bäumen und einem stimmungsvollen Abendhimmel.

Bei Ankunft in Saint-Gilles-Les-Bains gab es zum Abschluss des Tages noch einen herrlichen Sonnenuntergang über dem kleinen Hafen zu beobachten.

Fahrt zum Vulkan Piton de la Fournaise:

Endlich ein traumhaft schöner Tag. Perfekt um an den Vulkan Piton de La Fournaise zu fahren und dort zu Wandern, bevor die nächsten Wolken aufziehen. Der Piton de la Fournaise ist der aktive Vulkan der Insel La Réunion. Von Saint-Gilles-Les-Bains muss man etwa eineinhalb Stunden für die Anfahrt einplanen.

Eine kurvenreiche Schotterstraße erstreckt sich durch eine karge, vulkanische Landschaft unter einem bewölkten Himmel.
Eine vulkanische Landschaft mit braunem Boden, grünen Sträuchern und einem imposanten, bewaldeten Berg unter einem bewölkten Himmel.

Vom Parkplatz am Pas des Sables hat man einen hervorragenden Blick auf die unbefestigte Straße, die zum Pas de Bellecombe führt, dem Ausgangspunkt der Wanderungen in der Umgebung des Vulkans. Wegen der Aktivität des Piton de la Fournaise sind nicht immer alle Wanderwege freigegeben. Die Homepage bietet stets aktuelle Informationen rund um den Vulkan und dessen aktuelle Aktivität.

Ein Mann mit Sonnenbrille und blauem T-Shirt steht auf einem felsigen Aussichtspunkt, im Hintergrund erhebt sich ein Vulkan unter einem wolkigen Himmel.
Ein majestätischer Vulkan erhebt sich über eine karge, schwarze Lavafläche, umgeben von grünen Sträuchern und einem klaren Himmel.

Auf Grund der momentanen Eruption, war eine Besteigung zum Hauptkrater am Gipfel des Vulkans nicht möglich. Die frischen Lavastöme waren noch nicht erkaltet, so dass die gesamte Caldera für Wanderer gesperrt war.

Vom Piton de Bert hat man mit den schönsten Blick auf den Vulkan. Hätte das Wetter in den vergangenen Tagen besser mitgespielt, wäre von hier aus auch ein fantastischer Blick auf die Eruption möglich gewesen. Zu Zeiten vulkanischer Aktivität ist der Piton de la Fournaise ein echter Publikumsmagnet. Wegen seiner Lage im Caldera Kessel, ist es hier gefahrlos möglich, die Eruption eines Vulkans zu beobachten.

Die Regionen, in welche die Lava gewöhnlich abfließt, sind auf La Réunion nicht besiedelt. Deshalb stellt Vulkan im Normalfall keine große Gefahr für die Bewohner dar.

Durch den Regenwald zur Wasserfallschlucht Trou de Fer:

Eine Lichtung im dichten Bergwald, umgeben von Baumfarnen und knorrigen, moosbewachsenen Bäumen.
Ein charmantes, grünes Holzhaus mit einem spitzen Dach, umgeben von üppigem Gras und Palmen, unter einem bewölkten Himmel.

Nachdem die Exkursion am Vulkan bereits gegen Mittag abgeschlossen war, bot sich an der Berghütte Gîte de Bélouve die Gelegenheit zur Einkehr.
Am Nachmittag konnte der Forêt de Bélouve bei deutlich besserem Wetter erkundet werden.

Ein Informationsschild erklärt die Nutzung einer Seilbahnanlage zur Beförderung von Holz auf den Belouve-Plateau, umgeben von grüner Landschaft.
Eine rustikale Seilbahnstruktur aus Metall steht vor einer grünen Landschaft mit Bergen und bewölktem Himmel.
Eine rustikale Gondelbahn steht auf einer Aussichtsplattform, umgeben von üppigem, grünem Farn und blühenden Sträuchern.

La nacelle ist der historisch anmutende Lastenaufzug, welcher die Berghütte Gîte de Bélouve mit Lebensmitteln und Vorräten versorgt. Die Seilbahn, mit der bis zu zwei Personen befördert werden können, ist bis heute im Einsatz.

Ein hölzernes Schild mit Wanderwegkarten und Beschriftungen steht im dichten, grünen Wald unter einem bewölkten Himmel.
Ein schmaler Holzsteg führt durch einen dichten, grünen Wald mit üppigen Farnen und hohen Bäumen unter diffusem Licht.

Frisch gestärkt geht es in den Forêt de Bélouve. In dem Regenwald kommt man sich wie in einer Märchenwelt vor.

Leuchtend rote Blüten mit grünen Blättern wachsen vor einem unscharfen, natürlichen Hintergrund.
Ein schmaler Holzsteg führt durch einen dichten, grünen Wald mit üppiger Vegetation und moosbedeckten Bäumen.
Eine violett-weiße Blütenähre wächst zwischen trockenem Laub am Waldboden.

Verschiedenste Pflanzen in sattem Grün, hier und da blühen bunte, tropische Blüten. Auf dem Weg zum Trou de Fer fühlt man sich wie in einer anderen Welt und kann auf dem Weg die Ruhe genießen und den Geräuschen der Natur lauschen.

Ein überdachter Fußgängersteg über einem Hafenbecken bei Sonnenuntergang, mit Booten und Silhouetten von Menschen.

Am Spätnachmittag in Saint-Gilles-Les-Bains endete der Ausflug mit einem farbenprächtigen Sonnenuntergang am Meer.

Rundwanderung am Cap Noir:

Das Wetter blieb tadellos, daher stand für den heutigen Tag der Panoramarundweg am Cap Noir auf dem Programm.

Grüne, steile Berghänge und schroffe Gipfel unter einem blauen Himmel mit weißen Wolken, umgeben von bunten Blumen im Vordergrund.
Majestätische Berglandschaft mit steilen, grünen Hängen und wolkenverhangenen Gipfeln unter einem blauen Himmel.

Der Rundweg am Cap Noir ist einer der beliebtesten Panoramawanderwege der Insel. Von hier aus bieten sich spektakuläre Ausblicke in den zerklüfteten Talkessel Mafate.

Nahaufnahme einer violett-pinken Blütentraube mit filigranen, hängenden Blüten vor unscharfem Hintergrund.
Zerklüftete Berggipfel ragen aus dichten Wolken empor, im Vordergrund eine Felskante mit Pflanzenbewuchs.
Eine Treppe aus Holzstufen führt einen Wanderweg hinab, gesäumt von violetten Blüten mit Blick auf die Küste in der Ferne.

Der Wanderweg ist nicht zu anspruchsvoll, landschaftlich aber absolut beeindruckend. In etwa zwei Stunden ist der Rundweg vom Parkplatz aus zu bewältigen.

Besuch des Garten Eden, dem Botanischen Garten der Insel La Réunion:

Nahe Saint-Gilles-Les-Bains gelegen, findet sich der Garten Eden. Ein herrlicher, tropischer Garten, in dem man die Tier- und Pflanzenvielfalt der Insel bestaunen kann. Ein Besuch ist wirklich empfehlenswert.

Eine große Schnecke sitzt auf einer dornigen Aloe-Verra- Pflanze, umgeben von grünen Blättern und natürlichem Licht.
Ein leuchtend gelber Vogel mit schwarzem Kopf sitzt auf einem Ast, umgeben von grünen Pflanzen und braunem Schilf.
Ein leuchtend roter Vogel sitzt auf einem Ast, umgeben von grünen, schmalen Blättern und dichten Zweigen.

Neben Schnecken, die sich teils sonderbare Ruheplätze aussuchen, trifft man im Garten Eden vor allem auf tropische Vögel. In unterschiedlichsten Farben sind sie hier in den Gewächsen des Gartens relativ leicht zu entdecken.

Eine rosa-weiße Lotusblüte öffnet sich über großen, runden Lotusblättern im Sonnenlicht.
Leuchtend rote Blüten mit gelben Spitzen hängen an einem grünen, blättrigen Hintergrund.
Eine leuchtend rote Fackelingwer-Blüte mit rosa Blütenblättern vor dunklem Hintergrund.

Zudem kann man auch allerhand einzigartige, üppige Blumen und Blüten im Garten Eden bestaunen.

Eine grüne Geckoschildkröte krabbelt an einer gelblichen Pflanze, umgeben von dichten, grünen Blättern.
Ein lebendig gefärbter Gecko mit grüner und blauer Zeichnung sitzt zwischen zwei Pflanzenstängeln im dichten Grün der Umgebung.

Schwieriger zu entdecken, aber nicht weniger farbenprächtig sind die kleinen, grünen Echsen, die sich im Grün der Pflanzen gut verstecken.

Rundreise La Réunion
Nahaufnahme eines bunten Chamäleons mit grünen, roten und gelben Farbtönen, umgeben von unscharfem, grünem Hintergrund.

Einiges größer als die Echsen, aber mindestens genauso gut versteckt sind die Pantherchamäleons. Als seltene Einzelgänger sind sie auf der Insel schwer zu finden. Hat man Glück, eines dieser Tiere zu entdecken, kann man sie in Ruhe fotografieren. Wegen ihrer gemächlichen Fortbewegung haben sie den Spitznamen "Träumer" bekommen.

Familien und Freunde genießen einen sonnigen Tag am Strand, während Kinder im Wasser spielen und Sonnenliegen am Ufer stehen.
Zwei Vögel mit auffälligen roten Kopf- und Halsfedern sitzen auf einem Ast, umgeben von grünen und gelben Blättern.

Vom Garten Eden aus bietet sich die Gelegenheit, am Strand von Boucan Canot einen Kaffee oder Cocktail zu genießen. Der Strand ist ein toller Ort, um einerseits dem Treiben der Badegäste und andererseits dem der neugierigen Vögel, zuzusehen.

Die Hauptstadt Saint-Denis:

Nach ein paar traumhaft schönen Tagen kehrte der Regen zurück. Zur Abwechslung ging es in die Hauptstadt Saint-Denis. Hier kann man auch bei schlechterem Wetter flanieren und das multikulturelle Flair La Réunions erleben.

Ein Kriegerdenkmal mit Engelsstatue auf einer Säule steht vor dem gelben Rathaus von Saint-Denis unter bewölktem Himmel.
Ein bunter Obststand mit frischen Ananas, Mangos und Bananen, umgeben von Markthändlern in roten T-Shirts unter einem weißen Zelt.
Ein blühender Markt mit bunten Blumen in roten Töpfen, einer älteren Frau, die inmitten der Pflanzen arbeitet, und bunten Sonnenschirmen.

An kleinen Marktständen den Straßen entlang, verkaufen hier die Einheimischen ihre Waren. Frisches Obst, Blumen und vieles mehr, wird hier angeboten. Die Hauptstadt Saint-Denis ist gut geeignet, um einen weniger schönen Tag mit lokalen Eindrücken zu füllen.

Fahrt nach Cilaos:

Nun ist es Zeit, Saint-Gilles-Les-Bains zu verlassen und die letzte Unterkunft in Cilaos anzusteuern.

Bunte, zweigeschossige Häuser mit Balkonen und Blumen, ein sonniger Tag und parkende Autos in einer lebhaften Straße.
Bunt gestrichenes Gebäude mit blauer Fassade und roten Dächern, umgeben von Pflanzen und Bergen im Hintergrund.

In Cilaos gibt es mehrere empfehlenswerte Unterkünfte. Unter anderem das Hotel Tsilaosa im Bild links und das Hotel Le Cilaos im Bild rechts.

Ein stiller See mit drei Wasserfontänen, umgeben von bunten Häusern und grünen Hügeln unter bewölktem Himmel.
Eine malerische Stadtansicht mit einer Kirche im Vordergrund, umgeben von grünen Hügeln und sanften Nebelschwaden.

Cilaos ist ein nettes, kleines Örtchen, in den Bergen gelegen. Von hier aus kann man einige interessante Wanderungen, unter anderem auch auf den Piton de Neige, den höchsten Berg der Insel unternehmen. Alternativ kann man auch einfach im Ort flanieren und die Luft und das Panorama genießen.

Rundwanderung Cascade du Bras Rouge:

Die Rundwanderung Cascade du Bras Rouge ist für mich die schönste Wanderung auf meiner zweiwöchigen Reise. Die Abwechslung aus Bergen, Wasserfällen, Wald und fließendem Gewässer, macht diesen Weg besonders interessant.

Dichte grüne Vegetation und hohe Bäume vor majestätischen Bergen unter einem klaren blauen Himmel mit einigen Wolken.

Das Wetter war herrlich, nicht zu heiß und nicht zu kühl, perfekt um in der Früh los zu marschieren. Der Ausblick auf die umliegenden Berge wurde besonders beeindruckend, als sich die letzten Wolken verzogen hatten.

Wanderwegweiser aus Metall zeigen die Richtung zur Cascade du Bras Rouge und zum Col du Taïbit mit Gehzeiten.
Ein schmaler Waldweg schlängelt sich durch dichtes, grünes Unterholz mit Bäumen und Sträuchern, im sanften Licht des Tages.
Ein Wanderpfad mit Holzstufen führt durch dichten, grünen Bergwald an einem Hang entlang.

Die Wanderung ist von mittlerer Schwierigkeit. Für den gesamten Rundweg sind knapp 5 Stunden nötig. Der Pfad führt bergauf und bergab und kann je nach Witterung relativ rutschig und matschig sein.

Ein schmaler Pfad führt durch eine steinerne Öffnung, umgeben von üppigem Grün und moosbedeckten Felsen.
Ein Wasserfall fließt über eine steile Felswand, umgeben von üppigem Grün und bewölktem Himmel.
Ein sanfter Wasserfall fließt über dunkle Felsen, umgeben von üppigem Grün und einem klaren, ruhigen Wasserbecken.

Die Tour führt von einem zum anderen landschaftlichen Highlight, bizarre Felsen und Wasserfälle machen den Rundweg besonders interessant.

Ein kleiner Wasserfall fließt über dunkle Felsen in ein ruhiges, klareres Wasserbecken, umgeben von üppigem Grün.

Mitunter gilt es die Bäche zu durchqueren, feste, wasserdichte Schuhe sind auf dieser Wanderung von Vorteil.

Zwei Personen sitzen am Rand einer Felsklippe über einem schmalen Wasserfall, der in eine Schlucht stürzt.

Unterwegs gibt es immer wieder faszinierende, teils exponierte Plätze für eine Brotzeit.

Ein klarer Bach fließt über glatte Steine, während Wanderer am Ufer sitzen und die umgebende Natur genießen.
Ein kleiner, brauner Frosch sitzt zwischen trockenem Laub und grünen Grashalmen, umgeben von einer natürlichen Waldlandschaft.
Ein Wasserfall stürzt in einen schmalen Fluss, umgeben von üppigem, grünem Wald und großen Felsen.

Ein Blick in die Schlucht von oben, bevor es auf den Abstieg und die Durchquerung des Canyons geht.

Ein schmaler Pfad windet sich zwischen großen, moosbedeckten Steinen und üppigem, grünem Pflanzenbewuchs in einer bewaldeten Umgebung.
Graue Felsen und glasklares Wasser eines Flusses umgeben von kleinen Steinen und vereinzelten grünen Pflanzen im Hintergrund.
Ein klarer, grüner Wasserlauf fließt über glatte, graue Felsen, umgeben von üppiger, grüner Vegetation und sanftem Licht.

Es ist immer wieder beeindruckend, wie sich Wasser den Weg durch die Landschaft bahnt und das Gelände über Jahre hinweg formt und gestaltet. Auf der Wanderung Cascade du Bras Rouge kann man die Vielseitigkeit der Natur auf La Réunion hautnah erleben und genießen.

Fahrt von Cilaos zum Flughafen in Saint-Denis:

Der letzte Tag auf La Reunion ist angebrochen, am Spätnachmittag ging es zurück nach Mauritius und von dort aus weiter nach Paris und München. Um die verbleibende Zeit bestmöglich zu nutzen, führte die Route zum Flughafen bei Saint-Denis am Meer entlang.

Wasser schießt als Fontäne aus einer Felsspalte an der Lavaküste, während Wellen gegen die schwarzen Felsen branden.
Sprudelndes Wasser spritzt von schroffen, dunklen Felsen in türkisblaues, schäumendes Meer unter bewölktem Himmel.
Spritzendes Wasser schlägt gegen dunkle Felsen, während der Ozean in tiefblauen und türkisfarbenen Tönen schimmert.
Dunkle Felsen ragen aus dem stürmischen, tiefblauen Wasser, während Gischt spritzt und die Wellen aufschlagen.

Bei Saint-Leu lohnt es sich eine Pause zu machen, denn hier gibt es einmalige Wasserschauspiele zu beobachten. Durch die Brandung des Meeres spuckt der Souffleur gigantische Fontänen in den Ozean zurück.

Dramatische Wellen schlagen gegen schwarze Felsen, während das türkisfarbene Wasser in der stürmischen Atmosphäre spritzt.

Nicht weniger faszinierend ist die Brandung an der Steilküste direkt nebenan. Meterhoch spritzt die Gischt, wenn die Wellen gegen die Felsen treffen.

Ein Flugzeug der Airline Air Austral rollt auf einer Landebahn, im Hintergrund das blaue Meer und bewölkter Himmel.
Ein beleuchtetes Flugzeug von Air France steht an einem Gate, umgeben von nassen Betonflächen und Sicherheitsmarkierungen.

Dann war die Zeit für den Rückflug gekommen. Von Saint-Denis führte die Route über Mauritius zurück nach Paris und weiter nach München.

Fazit:

Die Reise auf die Insel La Réunion im indischen Ozean war ein beeindruckendes Erlebnis. Wer gerne wandert, die Natur genießt und das Meer rauschen hört ist auf der Insel bestens aufgehoben.

Auf Grund der Lage in tropischen Breiten muss man sich allerdings auch auf durchwachsenes Wetter mit Regenschauern einstellen. Entsprechend wetterfeste Kleidung ist notwendig.

Wen dies nicht stört, der findet auf La Réunion traumhafte Landschaft, unberührte, wilde Natur und eine absolut faszinierende Tier- und Pflanzenwelt.

Ebenso faszinierende Landchaft und Natur lässt sich auf den indonesischen Inseln, Java und Bali, entdecken.

Ich hätte es gut und gerne etwas länger auf der Insel aushalten können, aber jede Reise geht leider irgendwann zu Ende.

Dieser Bericht ist Teil meiner Serie Reiseberichte aus Europa – dort findest du alle Länder im Überblick.

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